| Legionellen |
| Legionella pneumoEscherichia coli phila | |
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Namensgebung |
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Dieses bildete eine neue Gattung (Legionella) und eine neue Familie (Legionellaceae) in der bakteriologischen Systematik. Weil die Epidemie von 1976 im Zusammenhang mit der US-American-Legion stand, erhielt die Krankheit den Namen "Legionärskrankheit ". Dies hat in Europa dazu geführt, daß der Erkrankung durch diesen Namen bis heute ein exotischer Touch anhaftet und das auftreten der Erkrankung für unsere Breiten damit noch oft verdrängt wird. Heute weiß man, dass es neben der Legionärskrankheit, besser als Legionella-Pneumonie* bezeichnet, eine signifikant unterschiedene andere Verlaufsform gibt, das Pontiac-Fieber* Die Legionella-Pneumonie* ist eine schwere Krankheit mit z.T. erheblicher Beteiligung anderer Organsysteme. Dagegen verläuft das Ponitac-Fieber* (benannt nach dem Ort der ersten Epidemie) milder, fiebrig, grippeähnlich, ohne daß Todesfälle bekannt wurden. |
| *(Legionella - Pneumonie (Legionärskrankheit), schwere Pneumonie mit. Beteiligung anderer Organsysteme Inkubationszeit 2 - 13 Tage, Therapie erforderlich , relativ hohe Letalität, epidem) *(Pontiac -
Fieber, Inkubationszeit bis 48 Stunden, meist ohne Lungenbeteiligung ,
spontane Heilung binnen weniger Tage , Todesfälle nicht bekannt ) |
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Bakterien:
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Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien ohne besondere morphologische Charakteristika. Sie bilden in der Kultur auf Spezialnährboden weiße, relativ unspezifische Kolonien, die nach minimal drei Tagen Bebrütungsdauer auftreten. In der Immunfluoreszenz erkennt man sehr gut die erwähnte Stäbchenform der Erreger. Seit der Erstbeschreibung von L.pneumophila gibt es noch mindestens 28 weitere Arten z.T. mit mehreren Serogruppen. L.pneumophila ist nach wie vor die epidemiologisch wichtigste Art. Wichtig ist weiterhin , daß alle Legionellen als humanpathogen anzusehen sind, obwohl der Beweis dafür bei mehreren Arten noch aussteht. Man geht heute auf Grund weltweiter Untersuchungen davon aus, daß Legionellen ein ganz natürlicher Bestandteil aller Süßwasser, nicht aber der Meerwässer sind. Legionellen sind dabei im Grundwasser extrem selten. Auch im kalten Trinkwasser , wenn es denn ständig kalt bleibt, sind sie sehr selten. Ähnliches gilt für unserere Breiten bei den Oberflächenwässern. Schwimmbeckenwässer, besonders Warmsprudelbeckenwässer und bestimmte Wässer aus raumlufttechnischen Anlagen (Wässer aus offenen Rückkühlwerken und Luftbefeuchtern) können dagegen in wesentlich höheren Konzentrationen Legionellen enthalten. Übertragbar sind Infektionen , z. B. durch Duschen und Warmsprudelbecken (whirl-pools). Bei den üblichen Schwimmbecken kommen zwar Legionellen im Wasser gelegentlich vor, aber - worauf noch eingegangen wird - das Vehikel Aerosol, ist dort minder stark ausgeprägt. Die hydrotherapeutischen Einrichtungen mit Aerosolbildung sollte man dagegen nicht vergessen. Desgleichen nicht den Bereich der Dentaleinheiten, wo ein intensives Aerosol unmittelbar im Rachenraum entstehen kann. |
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Das Bild zeigt eine lichtmikroskopische Abbildung einer gerade platzenden Amöbe (Acanthamöba sp.) die eine riesige Zahl schnell beweglicher Legionellen freisetzt |
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Die Krankheit(en): Voraussetzung:
Pontiac-Fieber -> "gutartig" klingt nach wenigen Tagen wieder ab grippeähnlich/ fiebrige Erkältung mit Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerz Inkubationszeit ca. 3 Tage, Infektionsität 95% Legionärskrankheit ->
"akute, schwere bakterielle Lungenentzündung" beginnt mit hohem
Fieber/ Schüttelfrost. Weitere Symptome: Übelkeit, Durchfall, trockener,
unproduktiver Husten, relative Herzschlag- Verlangsamung, muskelschmerz,
Verwirrtheitszustände, Lethargie und Störung der Bewegungs- Koordination
(torkeln) Inkubationszeit ca. 2- 10 Tage, Infektiosität 5 %; Todesfälle ca.
15- 20 % Vorkommen: Vermehrung: Vermehrung wird begünstigt durch:
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